Hanauer Weg

Der „Hanauer Weg“ feiert seinen 50. Geburtstag

 

Kehl (kb). Neben dem  Wandern  und der ungezwungenen Geselligkeit gehört zu den Aktivitäten des Schwarzwaldvereins auch die Wegepflege. Es gab bereits vor 1971  gelegentlich einen Wegewart in der Ortsgruppe, der jedoch ohne Funktion war, denn es gab keine Wanderwege, die man hätte betreuen  müssen. Der damals neue gewählte Vorstand des Schwarzwaldverein Kehl-Hanauerland war sich im selben Jahr schnell einig, dass man, wenn schon ein Wegewart gewählt worden war, auch zumindest einen Wanderweg anlegen sollte. Was lag also näher als einen Verbindungsweg von Kehl nach Oberkirch,  zum Wegenetz im Schwarzwald, anzulegen, den heutigen Hanauer Weg.

Da noch im selben Jahr, am 16. und 17. Oktober 1971 ein internationales Wandertreffen in Straßburg geplant war, sollte bis zu diesem Zeitpunkt der Weg ausgeschildert und benutzbar sein. So traf auch postwendend die Genehmigung dieses Vorhabens durch den damaligen Hauptwegewart Richard Tüchle ein, der die Kehler Initiative begrüßte. Sah er doch  in dem Wanderweg vom Schwarzwald zum Rhein und zur deutsch-französischen Grenze ein Angebot an den Club Vosgien, nun seinerseits eine Verbindung des Wegenetzes der Vogesen zur Grenze an den Rhein zu schaffen.  Am 9. Oktober 1971 wurde dann Weg, der mit allgemeiner Zustimmung den Namen „Hanauer Weg“ erhielt, im Beisein einiger Prominenter offiziell eingeweiht. In diesem Jahr kann nun der „Hanauer Weg“ seinen 50. Geburtstag feiern. Mit dem Namen „Hanauer Weg“, der mit der blauen Raute ausgeschildert ist, wollte der Schwarzwaldverein die Erinnerung an die Geschichte des Landstriches festhalten, den der Weg von West nach Ost durchquert und der Zugangsweg zum Westweg wurde.

 

Die Wanderstrecke des „Hanauer Weges“  verläuft von Kehl ausgehend,  das nie zum Hanauerland gehörte, über den Kinzigdamm, einem Höhenweg in der Ebene, über Neumühl zum alten Amtsort Kork. Durch  die Korker Anstalten,  auf den Korker Bühl, der Tagungs- und Gerichtsstätte der im Korker Waldbrief dokumentierten Waldgenossenschaften der umliegenden Dörfer.

Weiter geht es durch den Korker Wald, vorbei an dem  über 200 Jahre alten König des Waldes dem „Eichkönig“  nach Zusenhofen und zur Rohrhirschmühle an der Rench.

Auf dem Renchdamm führt dann der Weg zum Ziel, dem Bahnhof in Oberkirch. Von der insgesamt 29 Kilometer Wegstrecke betreut der Ortsverein Kehl heute nur noch 17 Kilometer und zwar von Kehl bis zur Autobahn.

Im Spätjahr plant der Schwarzwald Verein zusammen mit der Stadt Kehl eine Orientierungstafel an der Verwaltungshochschule in Kehl aufzustellen.