Reiseberichte
2020 Radspaß am Niederrhein
Kehl (kb).
Mit dem Fahrrad den Niederrhein entdecken und auch mal über die Grenze in das Nachbarland Niederlande zuschauen, das konnten sieben Frauen des Kehler Schwarzwaldvereins in der Zeit vom 1. bis 8. September.
Von Offenburg ging es mit dem Zug nach Duisburg.
Dort wurden die Ankömmlinge vom Oberrhein von Einheimischen Marlene Schönenberger, ebenfalls Mitglied vom Kehler Schwarzwaldverein, im Gästehaus Ermen begrüßt.
Gestärkt mit Kaffee und selbst gebackenem Pflaumenkuchen konnte sich die Gruppe anschließend schon mal auf einer Eingewöhnungs-Tour von 22 Kilometer mit den E-Bikes vertraut machen.
Bei strahlendem Sonnenschein stand der folgende Tag ganz im Zeichen der Landesgartenschau in Kamp-Lintfort sowie einem Besuch des Klosters Kamp.
Leider öffnete der Wettergott am dritten Tag seine Regenschleusen.
Auf dem Plan stand diesmal die Erkundung der Römer-, Dom- und Siegfriedstadt Xanten.
Ein heißer Kaffee nach der Stadtführung bewirkt oft Wunder. Der Regen hörte am späten Nachmittag auf, dafür bekam es die Gruppe auf der Rückfahrt über den Rheindeich mit einem heftigen Gegenwind zu tun.
Beim Besuch der Zeche Zollverein in Essen sowie beim Rundgang durch den Landschaftspark Duisburg-Nord eröffnete sich den Radlerinnen einen Einblick in eine andere Welt. Man konnte sich kaum vorstellen, was es früher hieß, „unter Tage“ zu arbeiten.
Zurück in der Ist-Zeit lud am darauffolgenden Tag die holländische Stadt Venlo zu einem gemütlichen Einkaufsbummel ein.
Wie sollte es anders sein, lachte die Sonne vom Himmel, als der Besuch zum Wallfahrtsort Kevelaer auf dem Plan stand. Unweit von Kevelaer, inmitten einer typisch niederrheinischen Landschaft und mit viel Liebe zum Detail hergerichtet, liegt das Bauerncafe Binnenheide in Winekendonk. Es lädt mit seinem Flair schon mal zu einem längeren Verweilen ein, das die Gruppe im Bauernhofgarten unter großen Sonnenschirmen genoss.
Dann hieß es auch schon bald wieder Abschied nehmen vom Niederrhein.
In die Gemeinde Wachtendonk sollte die letzte Radtour führen. Der historische Ortskern in dem kleinen Städtchen kann mit einer Besonderheit von 120 denkmalgeschützten Häusern aufwarten. Nachdem die Räder am Nachmittag beim Fahrradverleih in Neukirchen-Vluyn zurückgegeben wurden, sollte der Tag noch eine kleine Überraschung bereithalten. In der 250 Jahre alten Krautfabrik Bornheim hatte Inhaberin, Liesel Hannen alles für eine niederrheinische Kaffeetafel, hergerichtet, frei nach dem Motto „ob auf Käsebrötchen oder der Stulle Kränteweck – Rübenkraut ist der Nektar der Niederrheiner“.
Nach 215 geradelten und 40 auf Schusters Rappen zurückgelegten Kilometern ging eine erlebnisreiche Woche am Niederrhein viel zu schnell zu Ende.
Die Voraussetzung für den Radlspaß am Niederrhein hatte die Gruppe zum Antritt der Fahrt bereits mitgebracht und zwar: Freude am Radfahren, gute Laune, Genussfähigkeit und Spaß an der Freude. Getoppt wurde dies nur noch durch die brillante Organisation von Marlene Schönenberger.